Freitag, 31. August 2007
Neuer Hof, neues Glück
norge08, 23:24h
Glück ... Tja, das sind so die Fragen. Hier auf Arstun ist alles anders.
Vor vier Tagen habe ich mich von Stian, den Erdbeeren und dem immer noch ungeborenen Kälbchen verabschiedet. Darauf folgten drei schöne, luxuriöse Tage in Oslo mit Deane. Und jetzt Arstun: großer Hof, viele WWoofer (das sind die Leute, die mit der gleichen Organisation wie ich unterwegs sind), ein Haengebauchschwein (dazu kommt mal noch ein gesonderter Beitrag!), Plumpsklo im Stall und eine Holzhüttte (mein Schlafplatz). So, und das hat jetzt gar nix mehr mit dem schönen, neuen, warmen Holzhaus mit großem Gästezimmer zu tun, in dem ich bisher gewohnt habe. Der Schlafschuppen hier hat null Isolation, Ritzen zwischen den Brettern, und gerade mal so Elektrizität. Dazu kommt hier: in Norwegen ist es plötzlich empfindlich kalt geworden. Was mich als äußerst verfrorenes Wesen vor die Frage stellt: Wie soll das alles werden?
Aber gut, jetzt bin ich erstmal hier, und wir werden sehen, was die nächsten Tage bringen. Abgesehen von den Frostbeulen, die mich hier garantiert erwarten, ist alles ja ganz nett. Der Hof ist auch superschön gelegen, wieder an einem See. Die Tierbesetzung ist auch ein bisschen anders und daher durchaus interessant für mich. Es gibt vier Pferde, eine Kuh mit Kalb, drei Schafe, vier Hühner, Kaninchen und besagtes Haengebauchschwein. Der Hof wird geführt von einem Norweger, der tagsüber als Psychologe in Oslo arbeitet und seiner Frau, die aus Sri Lanka kommt und studierte Landwirtin ist.
Hier ist alles Öko und Bio - und das aus Überzeugung und mit viel Einsatz. Fast alles wird selber angebaut, nur Weniges zugekauft. Nichts fliegt weg sondern wird irgendwie weiterverwertet. Gedüngt wird auch nur mit dem eigenen Kuhmist. Selbst der Plumpsklo-Inhalt wird auf die Felder geschleppt. Nur in den Gemüsegarten kommt kein menschlich erzeugter Dünger. Aus dem ganz einfachen Grund, dass Menschen auch Nicht-Bio-Essen aus dem Supermarkt essen und deshalb das Gemüse mit so einem Dünger nicht wirklich ökologisch angebaut wäre. Das nenn ich ernsthaft Bio!
Das Essen hier ist übrigens fantastisch. Weil nicht norwegisch, sondern echt indisch. Die Leute sind auch alle nett. Nur ein bisschen chaotisch. Aber das kommt wohl vom biologisch-dynamischen Lebensstil ;)
Bald mehr zu meinen ersten Tagen auf Arstun und je nach Internet-Verbindung auch mal wieder ein paar Bilder.
Ich werde mich jetzt mit Fleece-Hose, drei Decken und einer Wärmflasche in den Schlafschuppen verziehen und hoffen, dass ich die erste Nacht ohne größere Frostschäden überstehe.
Vor vier Tagen habe ich mich von Stian, den Erdbeeren und dem immer noch ungeborenen Kälbchen verabschiedet. Darauf folgten drei schöne, luxuriöse Tage in Oslo mit Deane. Und jetzt Arstun: großer Hof, viele WWoofer (das sind die Leute, die mit der gleichen Organisation wie ich unterwegs sind), ein Haengebauchschwein (dazu kommt mal noch ein gesonderter Beitrag!), Plumpsklo im Stall und eine Holzhüttte (mein Schlafplatz). So, und das hat jetzt gar nix mehr mit dem schönen, neuen, warmen Holzhaus mit großem Gästezimmer zu tun, in dem ich bisher gewohnt habe. Der Schlafschuppen hier hat null Isolation, Ritzen zwischen den Brettern, und gerade mal so Elektrizität. Dazu kommt hier: in Norwegen ist es plötzlich empfindlich kalt geworden. Was mich als äußerst verfrorenes Wesen vor die Frage stellt: Wie soll das alles werden?
Aber gut, jetzt bin ich erstmal hier, und wir werden sehen, was die nächsten Tage bringen. Abgesehen von den Frostbeulen, die mich hier garantiert erwarten, ist alles ja ganz nett. Der Hof ist auch superschön gelegen, wieder an einem See. Die Tierbesetzung ist auch ein bisschen anders und daher durchaus interessant für mich. Es gibt vier Pferde, eine Kuh mit Kalb, drei Schafe, vier Hühner, Kaninchen und besagtes Haengebauchschwein. Der Hof wird geführt von einem Norweger, der tagsüber als Psychologe in Oslo arbeitet und seiner Frau, die aus Sri Lanka kommt und studierte Landwirtin ist.
Hier ist alles Öko und Bio - und das aus Überzeugung und mit viel Einsatz. Fast alles wird selber angebaut, nur Weniges zugekauft. Nichts fliegt weg sondern wird irgendwie weiterverwertet. Gedüngt wird auch nur mit dem eigenen Kuhmist. Selbst der Plumpsklo-Inhalt wird auf die Felder geschleppt. Nur in den Gemüsegarten kommt kein menschlich erzeugter Dünger. Aus dem ganz einfachen Grund, dass Menschen auch Nicht-Bio-Essen aus dem Supermarkt essen und deshalb das Gemüse mit so einem Dünger nicht wirklich ökologisch angebaut wäre. Das nenn ich ernsthaft Bio!
Das Essen hier ist übrigens fantastisch. Weil nicht norwegisch, sondern echt indisch. Die Leute sind auch alle nett. Nur ein bisschen chaotisch. Aber das kommt wohl vom biologisch-dynamischen Lebensstil ;)
Bald mehr zu meinen ersten Tagen auf Arstun und je nach Internet-Verbindung auch mal wieder ein paar Bilder.
Ich werde mich jetzt mit Fleece-Hose, drei Decken und einer Wärmflasche in den Schlafschuppen verziehen und hoffen, dass ich die erste Nacht ohne größere Frostschäden überstehe.
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