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Donnerstag, 16. August 2007
Norsk
norge08, 16:03h
Ratet mal, was meine ersten neuen Worte auf Norwegisch hier waren? "gjøtsel" (Duenger) und "møkk" (Kuhmist)! Tja, nomen est omen oder so aehnlich. Auf jeden Fall hat sich mein harmloses Reise-Norwegisch sehr schnell um handfestes Stallvokabular erweitert und spiegelt durchaus meinen neuen Lebensmittelpunkt wieder. Kleine Kuriositaet am Rande: Schaf heisst auf Norwegisch "sau" (gesprochen: soeue).
Und auch sonst ist Norwegisch eine lustige Sprache. Es gibt hier so viele Dialekte, dass es eigentlich ein bisschen egal ist, wie man ein Wort genau ausspricht. Irgendeine Dialektvariante erwischt man sicher. Entsprechend habe ich auch noch keine zwei Personen getroffen, deren Aussprache groessere Uebereinstimmungen aufweist. Schon gar nicht in meiner naeheren Umgebung. Stian spricht ein eher undeutliches, modernes Hauptstadtnorwegisch, sein Vater einen Dialekt von der Westkueste und seine Mutter mit stark daenischem Einschlag. Sie ist naemlich Daenin. Bei der Gelegenheit faellt mir ein - jemand in meinem Norwegisch-Kurs hat mal gesagt: "Daenisch ist keine Sprache. Daenisch ist eine Halskrankheit". Nun, vielleicht ist da ja was dran ... (als Linguistin darf man sich solche kleinen Gemeinheiten ja mal erlauben).
Kuerzlich war ein Nachbar zu Besuch, den ich fast gar nicht verstanden habe. Als ich Stian spaeter frage, was fuer ein Norwegisch der Nachbar denn spraeche, grinste er und meinte: "Schwedisch."
Alles in allem bin ich aber ganz ueberrascht, wie gut die Verstaendigung klappt. Mit Stian rede ich nur Englisch, aber mit seinen Eltern und den Nachbarn fast ausschliesslich Norwegisch. Mein Kurs an der Uni liegt ja schon 3 Jahre zurueck und hat damals auch nur 2 Semester gedauert. Von daher haette ich Schlimmeres erwartet. Ich verstehe eigentlich das meiste, und wenn mir beim Sprehen mal ein Wort fehlt, dann suche ich mir einfach ein geeignetes Wort aus dem Englischen oder Deutschen, unterwerfe es den norwegischen Ausspracheregeln und liege oft nicht allzuweit daneben damit. Und entsprechend witzig klingt echtes Norwegisch dann auch fuer deutsche Ohren. Und sie haben einen schoenen Singsang bin ihrer Sprachmelodie. Auf jeden Fall eine Sprache, die Spass macht!
Die zweite verhaeltnismaessig grosse Neuerwerbung in meinem Wortschatz sind uebrigens die Namen der verschiedenen Beeren, die hier auf dem Hof und im angrenzenden Wald wachsen. Ich kann jetzt schon Schwarze Johannisbeere, Rote Johannisbeere, Stachelbeere, Himbeere, Heidelbeere und Preiselbeere auf Norwegisch sagen! Und dann gibt es da noch diese relativ grosse, rote Beere, die mit "E" anfaengt. Warum ich derzeit aber ein eher schwieriges Verhaeltnis zu dieser Beere habe und mir ihr Name nicht eben leicht ueber die Tastatur kommt, erfahrt Ihr im naechsten Beitrag.
Und auch sonst ist Norwegisch eine lustige Sprache. Es gibt hier so viele Dialekte, dass es eigentlich ein bisschen egal ist, wie man ein Wort genau ausspricht. Irgendeine Dialektvariante erwischt man sicher. Entsprechend habe ich auch noch keine zwei Personen getroffen, deren Aussprache groessere Uebereinstimmungen aufweist. Schon gar nicht in meiner naeheren Umgebung. Stian spricht ein eher undeutliches, modernes Hauptstadtnorwegisch, sein Vater einen Dialekt von der Westkueste und seine Mutter mit stark daenischem Einschlag. Sie ist naemlich Daenin. Bei der Gelegenheit faellt mir ein - jemand in meinem Norwegisch-Kurs hat mal gesagt: "Daenisch ist keine Sprache. Daenisch ist eine Halskrankheit". Nun, vielleicht ist da ja was dran ... (als Linguistin darf man sich solche kleinen Gemeinheiten ja mal erlauben).
Kuerzlich war ein Nachbar zu Besuch, den ich fast gar nicht verstanden habe. Als ich Stian spaeter frage, was fuer ein Norwegisch der Nachbar denn spraeche, grinste er und meinte: "Schwedisch."
Alles in allem bin ich aber ganz ueberrascht, wie gut die Verstaendigung klappt. Mit Stian rede ich nur Englisch, aber mit seinen Eltern und den Nachbarn fast ausschliesslich Norwegisch. Mein Kurs an der Uni liegt ja schon 3 Jahre zurueck und hat damals auch nur 2 Semester gedauert. Von daher haette ich Schlimmeres erwartet. Ich verstehe eigentlich das meiste, und wenn mir beim Sprehen mal ein Wort fehlt, dann suche ich mir einfach ein geeignetes Wort aus dem Englischen oder Deutschen, unterwerfe es den norwegischen Ausspracheregeln und liege oft nicht allzuweit daneben damit. Und entsprechend witzig klingt echtes Norwegisch dann auch fuer deutsche Ohren. Und sie haben einen schoenen Singsang bin ihrer Sprachmelodie. Auf jeden Fall eine Sprache, die Spass macht!
Die zweite verhaeltnismaessig grosse Neuerwerbung in meinem Wortschatz sind uebrigens die Namen der verschiedenen Beeren, die hier auf dem Hof und im angrenzenden Wald wachsen. Ich kann jetzt schon Schwarze Johannisbeere, Rote Johannisbeere, Stachelbeere, Himbeere, Heidelbeere und Preiselbeere auf Norwegisch sagen! Und dann gibt es da noch diese relativ grosse, rote Beere, die mit "E" anfaengt. Warum ich derzeit aber ein eher schwieriges Verhaeltnis zu dieser Beere habe und mir ihr Name nicht eben leicht ueber die Tastatur kommt, erfahrt Ihr im naechsten Beitrag.
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