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Sonntag, 12. August 2007
Die Melkmaschine
norge08, 15:27h
Seit gestern haben wir eine Melkmaschine und drei traumatisierte Kuehe.
Stian schleppt seit Wochen eine Sehnenscheidenentzuendung vom Melken mit sich rum. Und bei zweimal taeglich Melken wird das eben nicht besser. Geld hat er aber eigentlich auch keins. Dafuer aber einen Nachbarn, der gerade im Lotto gewonnen hat. Also hat der liebe Nachbar ihm ein Uraltmodell von Melkmaschine geschenkt. Das ist besser als nix, dafuer aber ziemlich laut. Heute dann also der erste
Versuch mit der Melkmaschine. Ergebnis: Viel Milch in kuerzester Zeit und voellig verschreckte Kuehe. Die armen Viecher verstehen die Welt nicht mehr. Nicht nur, dass da was wie wild an ihrem Euter saugt, sie sind auch noch einem Hoellenlaerm ausgesetzt. Und lasst Euch mal von so einer Kuh mit vor Angst weit aufgerissenen Augen anschauen, da wirds einem ganz schwer ums Herz. Kristine (a.k.a die etwas hellere Kuh) hat ihren Kopf ganz tief in die hinterste Ecke der Box gesteckt und nicht wieder aufgeschaut, so als wollte sie dort am liebsten durch ein Mauseloch verschwinden. Und Vesla (a.k.a. die mitteldumme Kuh) ist vor Schreck zu Gulla in die Box gesprungen - schlechte Idee, da Gulla hochschwanger ist und ihre Box ganz gut auch alleine ausfuellt.
Tja, jetzt muessen wir mal weitersehen. Fuer Vesla, Kristine und Gulla sind wir erstmal die Boesen. Wir koennen nur hoffen, dass sie sich an die Melkmaschine gewoehnen, uns bald wieder lieb haben und Stians Haende heilen koennen.
Ach ja, und was ich ja eigentlich auch noch erzaehlen wollte. Meine Erfahrungen als 24-Stunden-Chef-Baeuerin (als Stian in Oslo zum Konzert war) waren relativ unspektakulaer. Der Hof war noch ganz danach, die Tiere auch noch heil, und Kuehe und Schafe haben sich aussergewoehnlich gut benommen ... hatten wohl Mitleid mit dem gestressten Maedel aus der Stadt. Der einzige Zwischenfall war ein mehrstuendiger Stromausfall mitten in der Nacht. Aber damit hatte ich wirklich nichts zu tun ;)
Jetzt werde ich mich dann mal in die Kueche verziehen und den Rest des Sonntags mit Brot backen verbringen ... gekauftes Brot ist hier eher Geschmackssache.
Und bald: Wie sich meine Norwegische-Kenntnisse taeglich verbessern, auch wenn sich mein Vokabular etwas stalllastig entwickelt.
Stian schleppt seit Wochen eine Sehnenscheidenentzuendung vom Melken mit sich rum. Und bei zweimal taeglich Melken wird das eben nicht besser. Geld hat er aber eigentlich auch keins. Dafuer aber einen Nachbarn, der gerade im Lotto gewonnen hat. Also hat der liebe Nachbar ihm ein Uraltmodell von Melkmaschine geschenkt. Das ist besser als nix, dafuer aber ziemlich laut. Heute dann also der erste
Versuch mit der Melkmaschine. Ergebnis: Viel Milch in kuerzester Zeit und voellig verschreckte Kuehe. Die armen Viecher verstehen die Welt nicht mehr. Nicht nur, dass da was wie wild an ihrem Euter saugt, sie sind auch noch einem Hoellenlaerm ausgesetzt. Und lasst Euch mal von so einer Kuh mit vor Angst weit aufgerissenen Augen anschauen, da wirds einem ganz schwer ums Herz. Kristine (a.k.a die etwas hellere Kuh) hat ihren Kopf ganz tief in die hinterste Ecke der Box gesteckt und nicht wieder aufgeschaut, so als wollte sie dort am liebsten durch ein Mauseloch verschwinden. Und Vesla (a.k.a. die mitteldumme Kuh) ist vor Schreck zu Gulla in die Box gesprungen - schlechte Idee, da Gulla hochschwanger ist und ihre Box ganz gut auch alleine ausfuellt.
Tja, jetzt muessen wir mal weitersehen. Fuer Vesla, Kristine und Gulla sind wir erstmal die Boesen. Wir koennen nur hoffen, dass sie sich an die Melkmaschine gewoehnen, uns bald wieder lieb haben und Stians Haende heilen koennen.
Ach ja, und was ich ja eigentlich auch noch erzaehlen wollte. Meine Erfahrungen als 24-Stunden-Chef-Baeuerin (als Stian in Oslo zum Konzert war) waren relativ unspektakulaer. Der Hof war noch ganz danach, die Tiere auch noch heil, und Kuehe und Schafe haben sich aussergewoehnlich gut benommen ... hatten wohl Mitleid mit dem gestressten Maedel aus der Stadt. Der einzige Zwischenfall war ein mehrstuendiger Stromausfall mitten in der Nacht. Aber damit hatte ich wirklich nichts zu tun ;)
Jetzt werde ich mich dann mal in die Kueche verziehen und den Rest des Sonntags mit Brot backen verbringen ... gekauftes Brot ist hier eher Geschmackssache.
Und bald: Wie sich meine Norwegische-Kenntnisse taeglich verbessern, auch wenn sich mein Vokabular etwas stalllastig entwickelt.
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